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Briefe 2010 |
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Erstveröffentlichung dieses Artikels: 14/08/2010 - Quelle: NJ-Autoren |
| "Sag mir wo die 3.996.000 sind, wo sind sie geblie-ie-ben?" |
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From: Zugeschickt Dr. Frank
Kretzschmar |
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Mail vom 08.08.10 an SPIEGEL und Professor Meier Grenzdebiles: Meiers Erinnerungsgebots-ZÜCKERLI Als deutsche Sozialdemokraten noch Rückgrat hatten, war es der untadlige Philipp Scheidemann, der das Jahrhundertverbrechen des Versailler Raubfrieden mit den Worten geißelte: "Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legte?" Ach, ereilte dieses Schicksal doch die meine, als ich sie im Flieger aus Minsk, Lukaschenkos Lobhudelei leid, nach der Lese-Hinterlassenschaft meines Sitznachbarn ausstreckte: SPIEGEL 30/26.7.10 S.124 ff KULTUR "Versöhnen und vergessen" Redakteure Leick und Broder interviewen Professor Christian Meier Dass der "Herausragende Gelehrte" Meier, ohne seinen umnachteten Blick auch nur in Alexander Dorins "SREBRENICA" geworfen zu haben, frisch von der koscheren Leber weg, Versöhnung wegen der "8000 bosnischen Muslime, die von serbischer Soldateska ermordet wurden" anmahnt und lustvoll jedes noch so abgegriffene Auschwitz-Vorurteil, Eichmann inklusive, bedient, ist weniger seinem biblischen Alter als seiner devoten Dressureliten- Auftragsweisheit geschuldet. Die aber schießt gehörig ins Kraut. SPIEGEL: Wie kommt es dann, dass kaum ein Gedenkredner die Formel auslässt, Erinnerung sei das Geheimnis der Erlösung – so sehr, dass diese Art von Erinnerungskultur Teil unseres historischen Bewusstseins, ja sogar der Staatsräson geworden ist? Meier: Das ist gleichsam ein ZÜCKERLIfür die Einhaltung des Erinnerungsgebots– für die, die keine Lust dabei empfinden. Das muss dem Wiener Oberlandesgericht glatt entgangen sein, als es vergangenen Jahrs den Dichter und Denker Gerd Honsik u.a. dafür einstimmig schuldig sprach, dass er keinerlei LUST empfand, sich, wie geboten, der DEUTSCHEN Täterschaft des Massenmords von Katyn zu erinnern. Nicht anders erging es Horst Mahler, der das Erinnerungsgebot, für das uns, so Meier, der Rest der Welt bewundert, verletzte, indem er einen eigenen Blick auf die jüngere deutsche Geschichte - zutreffend oder nicht, als ob es darauf ankäme - warf. Lebenslänglich statt ZÜCKERLI. Spiegel: Das zentrale Argument des Gedenkwesens besteht in der Beschwörung des NIE WIEDER. Aber kann sich die Geschichte nicht trotzdem wiederholen? Meier: Das Schlimme wiederholt sich manchmal ganz besonders deshalb, weil die Menschen sich daran erinnern. Einer der wichtigsten Gründe für den Aufstieg Hitlers war der Kampf gegen den Versailler Vertrag, die ständige Erinnerung an die Niederlage von 1918. Man ist nahezu einem Wiederholungszwang erlegen, gerade wegen der Erinnerung. Wie jetzt?! Hitler wurde nach vorausgegangenem Wahlsieg am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt, weil man sich unentwegt des Kriegsausgangs und seiner Folgen ERINNERTE und nicht, um Meiers roten Bruder im Geiste, Lenin, zu zitieren, weil "Deutschland ein ungeheuerlicher Raubfrieden, ein Frieden von Wucherern und Würgern, ein Frieden von Schlächtern" aufgezwungen wurde, der es "ausplünderte, zerstückelte " und, für jeden am eigenen Leibe SPÜRBAR "alle Existenzmittel nahm", so dass "Kinder hungerten und des Hungers starben"?! Als erstes stahlen die Entente-Schurkenstaaten, allen voran Frankreich, 5000 Lokomotiven, 150 000 Eisenbahn-Waggons sowie 5000 LKW und brachten damit Verkehr und Versorgung zum Erliegen, was Zehntausenden das Leben kostete. Das deutsche Volk kämpfte gegen den Würgegriff der Versailler Ausplünderungs-Garotte und nicht, weil es sich in Meiers zwanghaftem Erinnerungswahn verlor. SPIEGEL: Hat sich da nicht auch etwas ausgedrückt, was der Philosoph Hermann Lübbe den deutschen Sündenstolz nannte? Je schlimmer desto besser?" Meier: Je schlimmer die Vorwürfe gegen die Älteren waren, umso weniger konnten die Jüngeren betroffen sein. Sie fühlten sich entlastet und stimmten DANKBAR in die pauschale Anschuldigung gegen die vorherige Generation ein." Mensch Meier. Das ist sie, die ultimative Bewältigungsformel! Und deshalb sind wir Nachkriegs-Bunzelbürger dem 18-fachen Ehrendoktor und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, Simon Wiesenthal, auch von Herzen dankbar, dass er Lagerkommandant Franz Ziereis am Sterbebett das Geständnis ablauschte, in Mauthausen seien "VIERMILLIONEN durch Kohlenoxyd" ums Leben gekommen. Auch mit den EINEINHALB MILLIONEN Vergaster, die das Nürnberger Tribunal geschmeidig ausurteilte, konnten wir noch leben. Als aber die örtlich zuständigen Oberösterreichischen Nachrichten am 4. Februar 2006 auf Seite 3 berichteten, dass in Mauthausen gerade mal VIERTAUSEND auf die von Wiesenthal behauptete Art zu Tode kamen, war Schluss mit lustig. "Sag mir wo die 3.996.000 sind, wo sind sie geblie-ie-ben?" Grundgütiger, seufzen wir aus tiefster Depri, worauf sollen wir denn SÜNDENSTOLZ, wofür DANKBARSEIN und lecker ZÜCKERLI schleckern, wenn nicht für die unglaublichen Verbrechen unserer Altvordern? Da hat uns der Bericht der Britischen Militärgeschichtlichen Untersuchungskommission vom 7. März 1948, dass es auch in Mauthausen zu keinerlei Menschenvergasungen kam, gerade noch gefehlt. Bloß gut, dass wenigstens auf das polnischen Exilregierungsmitglied M. Waskiewicz Verlass ist, der bereits1944 erlebnisnah berichtete: "Abschnitt XVIII (Juden) war mit einer Gaskammer und einer Fabrik für Schmierfett bestückt. Dort wurden die Leichen der vergasten Juden von den Deutschen zu Schmierfett für Maschinen verarbeitet, die in Paketen mit der Aufschrift SCHMIERSTOFF-FABRIK AUSCHWITZ versandt wurden." In der Fett-Fabrik - "wer gut schmert, der gut fährt"- wurde mittels chemischer Verfahren die Umwandlung in Brühe und die Extraktion des Fettes durchgeführt. Die Reste, also einige Knochen und eine FORMLOSE BRÜHE, wurden sorgfältig im Krematoriumsofen verbrannt. Kein Wunder, dass "8 bis 10 Meter hohe Flammensäulen" nur so aus den Topf- und-Söhne-Kaminen schlugen. Als Meier jedoch schwadroniert, wie er, im Gegensatz zu Günter Grass, den Führerwunsch, dass sich der 1944-ger Jahrgang geschlossen zur Waffen-SS zu melden habe - mir nichts, dir nichts - umging, indem er und seine Mitschüler flunkerten, sie meldeten sich, püh, bereits zur Wehrmacht, hatte ich die Unverdorrte nicht mehr unter Kontrolle. Ratz-fatz schleuderte sie die Schwarte des ultimativen Verblödungs-Interviews in Richtung Gang, wo sie ein Wissbegieriger, an dessen Lesequalen ich mich wenig später schadenfroh delektierte, im Flug erhaschte. |