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Fragen der Toleranz
Zu: "Eine Verteidigung der Schweiz"; WELT vom 2.10.2009
"Europa debattiert Minarett-Verbot"; WELT vom 1.12.2009
"Die Angst vor dem Islam"; WELT vom 30.11.2009
Die Argumente der Volksinitiative: Das Minarett hat mit Religion
nichts zu tun. Das Minarett ist das Symbol des
politisch-gesellschaftlichen Machtanspruchs des Islam.
Der heutige türkische Ministerpräsident [Recep Tayyip Erdogan]
sagte dazu, einen türkischen Dichter zitierend:
"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir
am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette
unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen
unsere Soldaten."
Diese Aussage hat mit Religion nichts, dagegen mit politischem
Machtanspruch umso mehr zu tun.
Dem Minarett wird dabei die Funktion der Speerspitze der
politischen Islamisierung übertragen.
Das Minarett hat keine religiöse Funktion. Es wird im Koran
nirgends erwähnt. Tausende Moscheen weltweit tragen kein
Minarett, ohne dass die Ausübung des islamischen Glaubens
behindert wird.
Das Minarett ist ein Symbol von politischem Machtanspruch,
vergleichbar den Forderungen nach Ganzkörper-Verhüllung, der
Burka, und nach Tolerierung der Zwangsehe.
Das Minarettverbot hat die Funktion einer unmissverständlichen
Absage an jene Islamisierung der Schweiz, die mit dem
islamischen Gesetz in unauflösbaren Gegensatz gerät zu den in
der Bundesverfassung gewährleisteten Freiheits- und
Grundrechten.
Wer in der Schweiz leben will, hat deren Verfassung zu
respektieren. Wer mit dem Minarett, als politischer Speerspitze,
anderes Recht, die Scharia, durchsetzen will, für den ist in der
Schweiz kein Platz.
Das Minarettverbot verschafft dieser Haltung Nachdruck.
Gerd Imholz, Schweizer Staatsbürger, Hamburg
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