Politische Verfolgungen 2008


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Teil 1

Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5

"Zyklon B diente zum Schutze des Lebens. Kein einziger Jude ist durch eine Tötungs-Gaskammer oder einen Tötungs-Gaswagen umgebracht worden."

Gespräch mit Professor Robert Faurisson im Gästehaus des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran, Teheran, den 13. Dezember 2006

Teil 4

Also, Ihrer Meinung nach sind Raul Hilberg und seinesgleichen Lügner oder Dummköpfe?

Nicht unbedingt. Es mag sein, daß sie mehr oder weniger das glauben, was sie erzählen. Dieses habe ich zu Beginn meines Vortrages zu erklären versucht, als ich von "historischer Lüge" gesprochen habe. Diese Lüge unterscheidet sich von der eigentlichen Lüge dadurch, daß sie sich, im Laufe einer langen Zeitstrecke entstanden, historisch gesehen zu einer Art landläufiger Wahrheit entwickelt. Die Leute glauben also wirklich daran, was sie eine Wahrheit nennen, die sich aber im Ursprung nichts anderes als eine Lüge darstellt. Diese Menschen sündigen mehr durch Angepaßtheit, Bequemlichkeit und durch Mangel an intellektueller Neugierde als durch Unehrlichkeit. Diese Laster sind den Unfertigkeiten des Menschen geschuldet. Wir können nicht unser ganzes Leben lang ständig alles überprüfen. Das wäre zu anstrengend. So würden wir es vorziehen, ein Produkt, das uns die Werbung als gesund und rein anpreist, blind einzunehmen, obgleich es eigentlich verpanscht ist.

Würden Sie also sagen, sie könnten "Menschen guten Willens" sein?

Um Ihnen antworten zu können, müßte man sie auf Herz und Nieren überprüfen können. Mir ist, für jeden einzelnen, der Anteil an Überzeugung unbekannt. Was ich aber im Gegenzug weiß ist, daß es häufig im Leben eine sogenannte "fromme Lüge" gibt, die man für die "gute Sache" glaubt sagen zu dürfen. Diese Sache mag politischer oder religiöser Natur sein oder sie kann den Interessen von Gruppen, Verbänden oder einzelnen Menschen dienen. In diesen Fällen nimmt man es mit der Genauigkeit der Fakten oder der Zahlen nicht so genau, und man kann selbst so weit gehen, daß man Gefälligkeitsaussagen macht. Die fortwährende Sorge um Genauigkeit ist störend. Außerdem glaube ich an die Macht der Angst ebenso wie an das Bedürfnis nach Bequemlichkeit. Diese Macht und dieses Bedürfnis bestimmen zu großem Anteil unser Verhalten. Nichtsdestotrotz gibt es unter denjenigen, die die These des "Holocausts" vertreten, schurkenhafte Lügner. Tausendfach sind sie von den Revisionisten überführt worden. So sind Simon Wiesenthal und Elie Wiesel sagenhafte Falschzeugen.
Und dann gibt es die großen Angeber. Nehmen Sie den jüdischen austro-US-amerikanischen Raul Hilberg, über den ich Ihnen bereits erzählt habe. Es lohnt sich, nochmals seinen Fall aufzugreifen und einige Verdeutlichungen anzubringen. Er ist die "Nummer Eins" der Historiker, die den Mythos der Vernichtung verbreiten. Hilberg hatte seine Forschungen zur angeblichen "Vernichtung der europäischen Juden" im Jahre 1948 begonnen. Er hat sein Buch "The Destruction of the European Jews" [Die Vernichtung der europäischen Juden] 1961 veröffentlicht. Auf der Seite 177 dieses Werkes hatte er keine Scheu zu behaupten, es hätte zwei Befehle Hitlers gegeben, die Juden auszurotten. Der erste Befehl, im Frühjahr 1941 erteilt, besagte, so die Legende, man müsse vor Ort, auf sowjetischem Territorium, die Juden umbringen. Der zweite Befehl, ein wenig später erfolgt, jedoch ohne Datum, verlangte, alle anderen europäischen Juden in Vernichtungslager zu verbringen. Hilberg nannte aber weder eine Quelle, noch das Dokument, noch den Wortlaut dieser Befehle oder das genaue Datum. Dennoch hat sich niemand gegen solche Behauptungen erhoben und alle Historiker scheinen übereingestimmt zu haben in der Ansicht, Hilberg sei ein Historiker ersten Ranges. Er ist aber nur die "Nummer Eins" derjenigen Historiker, die eine bestimmte, uns auferlegte offizielle Wahrheit vertreten.

Wie erklären Sie sich, daß im späteren Nachgang Raul Hilberg umsattelte, als er auf seine
Erklärung aus dem Jahre 1961 verzichtete?

Die große revisionistische Offensive fand Ende der 70er Jahre statt. Hilberg war davon sichtlich getroffen, und 1982 verkündete er im Nouvel Observateur: "Auf eine gewisse Art haben uns Faurisson und die anderen, ohne es eigentlich zu beabsichtigen, einen Dienst erwiesen. Sie haben Fragen aufgeworfen, die Historiker dazu gebracht haben, neue Forschungen zu betreiben. Sie haben erzwungen, daß zusätzliche Information gesammelt werden mußten, daß Dokumente erneut begutachtet werden mußten und daß man tiefer ins Verständnis dessen eindringen mußte, was geschehen war". Was wir damals aber nicht wußten war, daß Hilberg, verunsichert durch das Aufkommen der Revisionisten, sich seinerseits wieder an die Arbeit gemacht hatte und von Grund auf seine These der angeblichen zwei Befehle Hitlers überdenken sollte.
1983, während einer Konferenz in New York, hat er dann plötzlich seine neue These vorgestellt, eine äußerst seltsame These, die ihn für immer innerhalb der Gemeinschaft der Historiker hätte diskreditieren müssen. Gemäß seiner neuen These hätte es nämlich für dieses riesige Unterfangen der Vernichtung eines ganzen Volkes auf einem ganzen Kontinent keinen Befehl, keinen Plan, kein Budget gegeben, sondern nur eine Art stillschweigender Übereinstimmung, eine spontane Verschwörung der deutschen Bürokraten! Die Worte von Hilberg waren im genauen Wortlaut wie folgt: "But what began in 1941 was a process of destruction not planned in advance, not organized centrally by any agency. There was no blueprint and there was no budget for destructive measures. [Those measures] were taken step by step, one step at a time. Thus came about not so much a plan being carried out, but an incredible meeting of minds, a consensus-mind reading by a far-flung bureaucracy" [Was aber 1941 begann, war ein Vernichtungsprozeß, vorab nicht geplant und durch keine zentrale Behörde organisiert. Es gab keine Blaupause und es gab kein Budget für diese zerstörerischen Maßnahmen. [Diese Maßnahmen] vollzogen sich Schritt für Schritt, ein Schritt nach dem anderen. So entstand also nicht so sehr ein Plan, der ausgeführt wurde, sondern ein unglaubliches Zusammentreffen der Absichten, ein übereinstimmendes Gedankenlesen einer weit ausgreifenden Bürokratie]. Ihnen wird aufgefallen sein, daß Hilberg betont, "es gab kein Budget". Dies ist eine Antwort auf ein von mir persönlich vorgebrachtes Argument. Ich hatte gesagt, da nichts, und gerade zu Kriegszeiten, ohne Geld durchgeführt werde, müsse man mir das sagenhafte Budget zeigen, das denn für diese angebliche Kampagne der massenhaften Vernichtung der europäischen Juden veranschlagt worden sei. Sie sehen, daß Hilberg den Fragen ausweicht und uns eine wahnwitzige "Erklärung" liefert. Denn seiner Meinung nach wäre diese ganze angeblich verbrecherische Unternehmung ... mit Hilfe des Heiligen Geistes oder durch ein spontanes Generationenphänomen geschehen. Er selbst spricht von einem "unglaublichen Zusammentreffen der Absichten" bei all diesen unzähligen Bürokraten. Nebenbei gesagt, wenn es denn so "unglaublich" ist, warum sollten wir daran glauben, und das unter Androhung von Gefängnisstrafe und Bußgeldern? Und was anderes als ein außerirdisches Phänomen soll denn dieses Gedankenlesen sein, das wir deswegen noch viel weniger glauben können?
An dem Tag, als Hilberg in Toronto unter Eid bestätigt hat, daß dies seine Erklärung für die "Vernichtung der europäischen Juden " sei, haben wir, die um den großen Tisch saßen, zu dem uns Ernst Zündel jeden Abend nach der Rückkehr vom Gericht einlud, viele Witze gemacht. Für meine Wenigkeit kann ich mich erinnern, meinen Tischnachbarn zugerufen zu haben: "Wir betreten nun ein neues Zeitalter. Von heute an, wenn ich wünschen würde, man reiche mir Salz oder eine Wasserkaraffe, so werde ich nicht mehr sprechen müssen. Wir werden dann das "incredible meeting of minds" [das unglaubliche Zusammentreffen der Absichten] und das "consensus-mind reading" [übereinstimmendes Gedankenlesen] anwenden. Denn wenn schon die deutschen Bürokraten, berühmt als die stumpfsinnigsten aller, dieses System benutzten, warum sollten wir es dann nicht anwenden?"
In der neuen Auflage seines Werkes, das während des Prozesses von Zündel noch im Druck stand, hat Hilberg diese erstaunlichen Beschreibungen nicht verwendet, aber er hat darauf Bezug genommen in einer verschrobenen und akademischen Art und Weise. Er hat geschrieben: "Letztlich war die Vernichtung der Juden nicht so sehr das Produkt von Gesetzen und Befehlen als vielmehr eine Angelegenheit der Gesinnung, der gegenseitigen Verstehens, der Übereinstimmung und Synchronisation". Und das alles, so hebt er hervor, ohne jegliche schriftliche Spur zu hinterlassen!

Herr Faurisson, wieviele Juden sind Ihrer Meinung nach insgesamt während des Zweiten Weltkrieges von den Deutschen getötet worden? Wieviele davon in Konzentrationslagern? Und in welchen Lagern? Und wieviele mittels Gaskammern oder Gaswagen?

Kein einziger Jude ist durch eine Tötungs-Gaskammer oder einen Tötungs-Gaswagen umgebracht worden. Es handelt sich hier um eine Massenvernichtungswaffe, von der man nie eine Spur gefunden hat und von der man nicht in der Lage ist, uns eine technische Beschreibung zu liefern. Die angeblichen Gaskammern, die hier und da Touristen gezeigt werden, haben niemals echte Gaskammern sein können. Ich werde hier diese Frage, die ich schon häufig behandelt habe, nicht wieder aufgreifen, aber ich stelle einfach fest, daß sich die Gegenseite beharrlich weigert, uns eine technische und wissenschaftliche Untersuchung der angeblichen Waffe dieses Verbrechens vorzulegen. Was die Gesamtzahl der durch die Deutschen während des Krieges getöteten Juden betrifft, so ist es derzeitig noch nicht möglich, diese zu ermitteln, und das vor allem wegen des unerhörten Verhaltens der Alliierten und des Staates Israel, die mit Argusaugen über die gigantischen Archive in Deutschland, nämlich in Bad Arolsen vom International Tracing Service (ITS) [Internationaler Suchdienst], wachen. Ab und zu hört man, daß diese Archive endlich für die Forscher geöffnet werden sollen. Jüdische oder zionistische Organisationen erheben angeblich diese Forderung. Schenken Sie dem keinen Glauben. Ich habe mich lange mit diesem Sachverhalt beschäftigt und ich kann Ihnen versichern, würden diese Archive allen Forscher ohne Einschränkungen vollkommen geöffnet werden, dann wäre das die Katastrophe für die Verfechter der These des "Holocausts". Man würde dort herausfinden, mit welcher Sorgfalt die Verantwortlichen des Dritten Reiches für jeden Lagergefangenen Buch führten, ob Jude oder nicht Jude, über dessen Ankunft, seinen Weggang, dessen mögliche Krankenhausaufenthalte, seine fortlaufenden Beschäftigungen, seine Verlegungen von einem Lager zum anderen und über sein mögliches Ableben. Außerdem hätte man dann Zugang zur genauen Anzahl der Einäscherungen für jedes Krematorium ebenso wie zur Zahl der "überlebenden" Juden, also die Millionen dieser "wundersam Überlebenden", die sich nach dem Krieg über die ganze Erde verstreut haben und die hauptsächlich den Staat Israel gegründet haben. Ende der 70er Jahre hatten Revisionisten begonnen, sich für diese Archive zu interessieren, und damals gab es, innerhalb des ITS, eine "Historische Abteilung". 1978 haben dann plötzlich die Verantwortlichen diese Abteilung geschlossen. Ich jedenfalls verlange ihre Wiedereröffnung mit der Erlaubnis für alle Forscher, Zugang zur Gesamtheit der Bestände zu bekommen.
Aber Sie haben mir eben eine Frage gestellt zur Anzahl der von den Deutschen getöteten Juden. Niemand kann derzeit diese Zahl ermitteln. Zunächst müßte erst einmal unterschieden werden zwischen denen, die eines natürlichen Todes gestorben sind und denen, die durch die Deutschen oder die Alliierten getötet worden sind. Ich stelle jedenfalls eine beträchtliche Anzahl von Juden fest, die den Krieg überlebt haben und die, wie viele andere Indizien, ein Beleg dafür sind, daß es keine Politik zu Tötung aller Juden gegeben haben kann. Am 18. April 2004 hat Amiram Barkat, Korrespondent der israelischen Zeitung Haaretz, einen Artikel veröffentlich, "U.S. court to discuss question of who is a Holocaust survivor" [US- Gericht behandelt die Frage, wer ein Holocaust-Überlebender ist]. Er erwähnte, daß zwei jüdische Demographie-Experten, die die Zahl der überlebenden Juden zu ermitteln hatten, die 2004 noch am Leben waren, folgendes herausgefunden hatten: der eine die Zahl von 687.900, der andere die von 1.092.000. Der Unterschied erklärt sich dadurch, daß letzterer die Anzahl der jüdischen Bevölkerung in Nord-Afrika, Syrien und dem Libanon eingeschlossen hatte, also Gebiete, die zeitweilig entweder durch die Deutschen und Italiener oder durch die Truppen der Vichy-Regierung besetzt worden waren. Ich werde also nur die geringere dieser Zahlen berücksichtigen und darauf hinweisen, daß wenn 687.900 europäische Juden die deutsche Besatzung überlebt haben und 60 Jahre später noch am Leben waren, daraus zu schließen ist, daß kurz nach dem Krieg die Anzahl der überlebenden Juden natürlich einige Millionen betrug, wahrscheinlich 3.250.000. Was ist das für eine behauptete Vernichtungspolitik, die Millionen Überlebende oder wundersam Überlebende übrig gelassen hätte? Am Ende des Krieges sind die Europäer von der Schwemme von Juden erschlagen worden, von denen es doch hieß, sie seien für immer verschwunden. Die Lager der Displaced Persons [heimatlose Personen] waren überfüllt. Wir verfügen über eine Vielzahl von Bildaufnahmen vor allem von jüdischen Kindern, die in Zügen aus Zentraleuropa eintreffen oder in den unzähligen Herbergen aufgenommen werden. Ihr äußeres Erscheinungsbild entsprach dem der nichtjüdischen jener Zeit. Was Frankreich betrifft, so wissen wir, daß von einer jüdischen Bevölkerungszahl von 350.000 Personen 75.721 Juden, vornehmlich Ausländer, deportiert worden sind, aber man sagt uns nicht, wieviele davon überlebt haben. Die Zahl, die uns gelegentlich geliefert wird, beträgt ungefähr 2.500 Überlebende von diesen 75.721 und ergibt sich aus einer Vielzahl von Betrügereien, die ich hier aus Zeitgründen nicht aufzählen kann, worüber ich aber woanders schon gesprochen habe. Wenn Sie wissen wollen, wie stark und lebendig die jüdische französische Gemeinde am Ausgang des Krieges war, empfehle ich Ihnen folgendes Buch zu lesen, L'Annuaire du judaïsme [Das Jahrbuch des Judaismus], herausgegeben in Paris durch den Verlag Impress. Das Jahrbuch von 1952 beschreibt auf 415 Seiten die Lage des Judaismus in Frankreich und in der Welt. Glauben Sie mir, es ist sehr lehrreich. Allein die Anzahl der aufgezählten jüdischen Vereinigungen, mit Angabe der Anschrift und Telefonnummer, ist nur für sich allein genommen atemberaubend. Und betrachten Sie heute die Flut an Büchern, Erinnerungen und Berichten dieser "wundersam überlebenden" Juden, ohne dabei die Anfragen nach Entschädigungs- und Wiedergutmachungszahlungen zu zählen.

Aber in Deutschland wiederholt man ständig die Zahl von sechs Millionen Juden, sei es verschwundenen, sei es getöteten. Es sind also nicht fünf oder sieben, nein, es sind immer sechs.

Selbst ein so angepaßter Historiker wie Martin Broszat hat seit langem zugegeben, daß es sich hierbei um eine "symbolische", also eine mythische Zahl handelt. Ich würde ergänzen, daß diese Zahl der jüdischen Symbolik zuzurechnen ist. Lesen Sie die Studie von Don Heddesheimer, The First Holocaust [Der Erste Holocaust], die 2003 veröffentlicht wurde. Der Autor belegt darin, gestützt auf Zeitungsausschnitten, daß seit dem Jahre 1900, und wahrscheinlich könnte man noch früher zurückgehen, die jüdische US-amerikanische Presse die Schlagzeile verbreitete: "Sechs Millionen europäische Juden sind am sterben". Er liefert Beispiele für die Jahre 1900, 1919, 1920, 1926, 1938 und 1940. In diesen jüdischen Kreisen war dies zum Leitmotiv geworden. In Jerusalem versuchen Spezialisten von der zentralen Gedenkstätte Yad Vashem seit Jahren die Namensliste der sechs Millionen getöteten Juden des "Holocausts" zu ermitteln. Sie sind gerade mal auf drei Millionen Namen gekommen, gestützt aber, zum großen Teil, auf einfachste ungeprüfte Erklärungen von ungeprüften Quellen, so daß die gleiche Person mehrfach als gestorben aufgeführt sein kann, angeblich sogar bis zu zehn Mal. Ich empfehle diesbezüglich einige Studien der Zeitschrift Dubitando, die in den Niederlanden gedruckt wird. Man kann sie im Internet von dieser Seite herunterladen: http://www.aaargh.com.mx/fran/revu/dubitando/dubitando.html

Aber in welcher Größenordnung beläuft sich denn Ihrer Meinung nach die Zahl der durch die Deutschen oder ihre Verbündeten getöteten Juden?

Auch hier verweise ich Sie wieder auf den Suchdienst in Bad Arolsen, der nicht-offiziellen Historikern seit 1978 den Zutritt verweigert.

Dennoch, geben Sie mir zumindest eine Zahl der Toten für Auschwitz.

Unter den astronomischsten Zahlen beträgt die bekannteste vier Millionen, aber es gab, selbst aus offizieller Quelle, weitaus höhere. Diese Zahl von vier Millionen war im Nürnberger Tribunal festgeschrieben worden. Und genau diese Zahl hatte man auf die Gedenktafeln in Auschwitz-Birkenau eingetragen, die dort bis 1990 verblieben ist. Dann hat man sie aber plötzlich entfernt und, nach fünf Jahren des Zögerns, hat man sie durch die Zahl von anderthalb Millionen ersetzt, ausgewählt von Lech Walesa, damaliger Präsident der polnischen Republik. Doch Verantwortliche des Museums und offizielle Historiker bzw. Forscher haben diese wieder verringert, erst auf 1.100.000, danach weiter auf 800.000, danach auf ein wenig mehr als 600.000, und schlußendlich, 2002, auf 510.000 (Fritjof Meyer). Persönlich glaube ich, daß die Zahl der Gesamttoten, Juden und Nicht-Juden, für die gesamte Zeit des Betriebs von Auschwitz unter deutscher Leitung (Mai 1940 bis Januar 1945) das beachtliche Niveau von ungefähr 125.000 Toten in den 39 Lagern des weiten Lagerkomplexes erreicht haben muß. Diese Toten sind vor allem der Fleckfieberseuche zuzuschreiben, die bis in die deutschen Reihen hinein Opfer gefordert hat, und dort vor allem im medizinischen Personal des Lagers (so starben z.B. zwei Oberärzte, Dr. Popiersch und Dr. Schwela). Ich stütze diese Einschätzung auf die Angaben in den Sterbebüchern und einige andere Dokumente. Darin beläuft sich die Gesamtzahl der Toten auf 80.010, doch da noch eine bekannte Anzahl von den Sterbebüchern fehlen, nehme ich an, daß sich insgesamt die Zahl auf 125.000 belaufen wird. Was dagegen die Zahl von 74.000 Toten betrifft, die manchmal vorgebracht wird, so dürfte sie einer journalistischen Fehlinformation entstammen.

Sie sprachen von Ärzten in Auschwitz. Was haben Sie zum Fall von Dr. Mengele zu sagen?

Ich habe seinen Fall studiert. Ich glaube nicht zu irren, wenn ich behaupte, daß Josef Mengele wahrscheinlich einer der am meisten verleumdeten Menschen seines Zeitalters gewesen ist. Höchstwahrscheinlich verdiente er den Ruf, den ihm seine Landsleute in Günzburg nachsagten, "ein Kavalier" zu sein. Ich habe seine (nicht veröffentlichten) Manuskripte durchgesehen, die einen Menschen erkennen lassen, der von griechisch-lateinischer Kultur, Wissenschaftsliebe und großer Neugierde durchdrungen war. Er hat seinen Verwandten nicht vorenthalten, daß diese Geschichte von Vergasungen reinste Erfindungen darstellten. Während eines Schauprozesses, post mortem, in Jerusalem, den man ihm vor den Fernsehanstalten der ganzen Welt gemacht hatte, haben ihm seine "Opfer" die übelsten Absurditäten vorgehalten. Danach heftete er an die Wand seiner Praxis ausgerissene Menschenaugen oder er goß in die Augen seiner menschlichen "Versuchskaninchen" eine Säure, mit der sich die schwarze Augenfarbe in eine blaue verwandeln sollte. Es gibt kaum ein besseres Thema als das der medizinischen Ungeheuerlichkeiten, bei dem ins Blaue hinein fabuliert werden könnte, besonders dann, wenn man es einem "Herrn Doktor" in weißem Kittel anlasten könnte. Es gibt nichts einfacheres, als dem Leichtgläubigen hierzu alles Mögliche glauben zu machen. Diesbezüglich empfehle ich wärmstens das Werk von zwei britischen Rechtsanwälten über den Fall Dering (Mavis Hill & L. Norman Williams, Auschwitz in England, a Record of a Libel Action [Auschwitz in England, ein Bericht über eine Verleumdungsklage], London, MacGibbon and Kee, 1965). 1959 hatte Leon Uris in seinem Buch Exodus die Chuzpe zu behaupten, während seiner Zeit als Häftling in Auschwitz hätte der polnische Chirurg Wladislaw Alexander Dering (von Uris Dehring geschrieben) "an Frauen siebzehntausend chirurgische Untersuchungen ohne Betäubung" durchgeführt. Behalten Sie diese Zahl und das Wort Untersuchungen. Nach dem Krieg war Dering nach England gegangen, hatte danach in Somalia praktiziert und ließ sich dann schlußendlich wieder in England nieder, wo er den Orden des britischen Empires (O.B.E.) erhalten hatte, eine Ehrung vergleichbar mit der Ehrenlegion in Frankreich.
Vom 13. April bis zum 6. Mai 1964 sollte in London sein Verleumdungsprozeß gegen Uris und dessen Verleger stattfinden. Während der Verhandlung wurden eine Unmenge an Lügen zu Tage gefördert, vor allem dank der Verzeichnisse der chirurgischen Operationen des Blocks 21 in Auschwitz, in dem Dr. Dering praktiziert hatte. Die Verteidiger mußten zunehmend die dem alten Chirurgen vorgeworfenen Operationszahlen verringern. Frauen wurden zu "Männern und Frauen", die Zahl von 17.000 wurde fallen gelassen für eine "sehr große Anzahl", dann "für eine Zahl zwischen hundert und zweihundert", und zum Schluß hat man sich wohl auf drei Frauen verständigt, von denen lediglich die Vornamen bekannt waren. Außerdem hat man zugeben müssen, daß die Operationen nicht ohne Anästhesie, sondern mit Spinalanästhesie durchgeführt worden waren, und ein namhafter englischer Anästhesist hatte bezeugt, daß Dr. Dering recht gehabt hatte, diese Art von Betäubung auszusuchen. Ein Paukenschlag ereignete sich, als Dr. Dering nachweisen konnte, daß die Operationsverzeichnisse durch die polnischen Häftlinge gefälscht worden waren, beginnend mit dem Seiteneintrag August 1943, da er ab diesem Datum keine Operationen mehr durchgeführt und sich nicht mehr im Block 21 befunden hatte. Die Deutschen in Auschwitz hatten dieses Verzeichnis penibelst, teilweise in Latein, geführt und, ich erinnere mich, manchmal einen "casus explorativus" für die Fälle eingetragen, bei denen vorsorgliche chirurgische Eingriffe getätigt worden waren. Dr. Dering sollte seinen Prozeß gewinnen und einen halben Taler (one farthing) als Entschädigungszahlung plus Zinsen zugesprochen bekommen. Doch dann entschied der Richter eigenmächtig, daß der Arzt, der doch gerade auf übelste Weise verleumdet worden war, alle Prozeßgebühren, die beachtlich waren, zu zahlen habe und daß ihm kein Widerspruchsrecht eingeräumt werden würde. Dies lag daran, daß während des gesamten Prozesses der Schatten von Auschwitz und der von den Gaskammern, der auch vom Richter ständig erwähnt worden war, über dem Chirurgen geschwebt hatte. Ich glaube mich zu erinnern, daß Dr. Dering nach seinem Prozeß verlauten ließ: "Jetzt bin ich ruiniert, aber zumindest ist meine Ehre gerettet". Kurz danach ist er verstorben.

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