Politische Verfolgungen 2008


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Teil 1

Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5

"Zyklon B diente zum Schutze des Lebens. Kein einziger Jude ist durch eine Tötungs-Gaskammer oder einen Tötungs-Gaswagen umgebracht worden."

Gespräch mit Professor Robert Faurisson im Gästehaus des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran, Teheran, den 13. Dezember 2006

Teil 2

War es nicht in Bergen-Belsen, wo Anne Frank und ihre Schwester gestorben sind?

Ja, Ende Februar oder Anfang März 1945. Sie sind an Fleckfieber gestorben. Noch lange nach dem Krieg behauptete die offizielle Geschichtsschreibung, sie seien in Auschwitz vergast worden. Durch dieses Lager waren sie zwar gekommen, wurden dann aber nach Bergen- Belsen verbracht. Ihr Schicksal verdient Mitleid und Anteilnahme. Doch wieviel mehr verdient das die deutsche Zivilbevölkerung, die durch die anglo-amerikanischen Bombengeschwader getötet wurde oder am lebendigen Leibe verbrannte? Ein Deutscher hatte nach dem Krieg die Idee, eine Veröffentlichung heranzuziehen, die die Namensliste der Opfer der Bombardierung von Würzburg in der Nacht vom 24. März 1945 wiedergab. Auf dieser Liste von mehr als 5.000 Namen hat er, so glaube ich mich zu erinnern, 128 Frauen und Mädchen gefunden, die den Namen Anne oder einen ähnlichen Namen trugen. Von diesen Frauen oder Mädchen, systematisch getötet allein aus dem Grunde, weil sie Deutsche waren, spricht man nur wenig, nicht wahr?

Glauben sie, daß das nationalsozialistische Regime Verbrechen gegenüber den europäischen Juden begangen hat?

Dieses Regime hat gegenüber den Juden keine verbrecherische Politik verfolgt. Gleichwohl, Verbrechen sind sicherlich begangen worden, vor allem zu Kriegszeiten, und dieses bezeichnet man gewöhnlich als "Exzesse". Verbrechen dieser Art sind gegenüber einzelnen Juden begangen worden, sei es während einer militärischen Operation, bei denen Juden als Gruppe gefangen genommen wurden, oder während einer Vergeltungsmaßnahme. Jedoch, wenn man sich diese Fälle genauer ansieht, so unterscheiden sich diese Verbrechen in keiner Weise von den verwerflichen Handlungen der Sieger, die diese beispielsweise gegenüber Deutschen oder Japanern begangen haben. Ich werde jetzt einen Sachverhalt betonen, der wichtig ist und den selbst die Revisionisten nicht ausreichend verwerten. Wir haben den Beweis, wir hatten ihn bereits seit den Nürnberger Prozessen, daß während des Krieges deutsche Soldaten, Offiziere und Beamte allein wegen der Ermordung eines einzigen Juden oder einer einzigen Jüdin von Militär- oder Kriegsgerichten des Dritten Reiches zum Tode verurteilt und auch hingerichtet wurden. In Marinka, einer Stadt in der Ukraine, hatte eines Tages ein Bürgermeister, ein "Volksdeutscher", also ein Mann deutscher Abstammung, der wahrscheinlich sein Amt bekommen hatte, weil er deutsch sprach, eine Jüdin umgebracht. Er wurde vor ein Militärgericht gebracht, zum Tode verurteilt, und er ist erschossen worden. Ich werde noch auf seinen Fall zurückkommen.
Wir haben in Budapest den Fall eines deutschen Leutnants, der mit seinen Männern in das Haus einer Jüdin eingedrungen war, ein Radiogerät entdeckt hatte - das war den Juden untersagt - und dieses und Schmuck entwenden wollte. Da die Frau damit drohte, ihn anzuzeigen, hatte er sie schlußendlich umgebracht. Er kam vors Kriegsgericht, wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Und was die Soldaten betrifft, die unter seinem Kommando standen, so wurden gegen sie schwere Gefängnisstrafen ausgesprochen.

Handelte es sich dabei um die Wehrmacht oder die SS?

Es betraf eine Flak-Einheit. Doch wissen Sie, diese Unterscheidung, die man zwischen der Wehrmacht und der SS macht, ist in manchen Fällen berechtigt, jedoch in anderen Fällen überhaupt nicht. So besteht zum Beispiel bezüglich des militärischen Kampfeinsatzes kein Unterschied. Wie auch immer, wenn es denn irgendeinen Befehl gegeben hätte, die Juden umzubringen, nur weil sie Juden waren, so wäre man doch nicht so weit gegangen und hätte jemanden erschossen, nur weil dieser, disziplinlos, einen Juden oder eine Jüdin getötet hätte.

Sind Ihrer Meinung nach diese Beispiele ein ausreichender Beleg dafür um zu sagen, die gesamte Wehrmacht und die gesamte SS hätten sich in dieser Art und Weise verhalten?

Kann es einen deutschen Befehl gegeben haben, die Juden zu töten - ich sage zu töten? Das ist ausgeschlossen, wenn ich Ihnen, wie gerade geschehen, nur einen einzigen Fall eines deutschen Militärgerichtes vorweisen kann, in dem über eine Person wegen des Mordes an einem einzigen Juden verhandelt und diese Person dann auch verurteilt und hingerichtet wurde. Aber ich habe nicht von "ausreichenden Belegen" gesprochen, sondern von Belegen. Ein Beleg ist ein Sachverhalt, den man in Erwägung ziehen kann, um dann schlußendlich zu einem Urteil zu gelangen. Der Richter eines Gerichtes hat vor sich ein Sammelsurium von Belegen oder Zeugenaussagen, und daraus zieht er Schlüsse. Beginnen wir also mit dem Anfang, das heißt also mit solchen Fällen, wie ich sie Ihnen gerade vorgetragen habe, oder mit dem Fall, der mir soeben in den Sinn kommt, eines Mitglieds der Luftwaffe, der im französischen Midi wegen "Exzessen" gegenüber einer Jüdin zum Tode verurteilt wurde.

Ich habe selbst die deutsche Besatzung erlebt. 1939, da war ich zehn Jahre alt, und 1944, als die Deutschen Frankreich verlassen haben, war ich 15 Jahre alt...

Wo lebten Sie damals?

Zuerst bis Juli 1943 in Marseille, danach in Paris. Niemals im Leben hätte jemand, einen Juden erblickend, eine Waffe ergreifen und diesen straflos umbringen können. Die Folgen wären extrem hart gewesen für den Mörder.

Nun ist es so, daß ich seit 1957 in Vichy lebe. Im August 1941 war hier eine kleine Bombe vor dem Eingang der Synagoge explodiert, jedoch ohne jemanden zu verletzen. Der "Anschlag" war nachts geschehen. Im Laufe des darauffolgenden Tages wurden die Täter gefaßt. Es handelte sich um einige junge Doriotisten, französische Anhänger der Kollaboration mit Deutschland im Kampf gegen den "Judeo-Bolschewismus". Diese jungen Leute mußten nach kurzer Zeit vors Gericht treten und wurden verurteilt. Ich habe das Gerichtsurteil wiedergefunden. Dank der Hilfe einer Person, die während des Krieges der Polizei angehört hatte, erfuhr ich, daß einer der jungen Beteiligten an diesem Anschlag, ein "Kind der Nation", d.h. also ein Sohn eines im Ersten Weltkrieg verstorbenen Soldaten, dermaßen hart auf dem Polizeikommissariat von Vichy geschlagen worden war, daß er daran gestorben ist. Niemals in der Welt hätte sich während des Krieges ein Franzose erlauben können, einen Juden auf der Straße zu ohrfeigen. Zwar wurde der Jude an sich durch den Staat als eine potentiell gefährliche Person betrachtet. Er lebte sozusagen in überwachter Freiheit und hatte berechtigte Gründe, auf der Hut zu sein. Seine Bewegungsfreiheit und seine Rechte unterlagen strengen Einschränkungen. Dennoch hat es nicht wenige Juden gegeben, die während der deutschen Besatzung in aller Öffentlichkeit ihren Beschäftigungen nachgingen und sogar ein Einzelhandelsgeschäft oder einen handwerklichen Betrieb führten. Weiterhin in Vichy war der Maréchal Pétain und seiner Frau zugeordnete Apotheker ein Jude namens Maurice Benhamou, und auch die koschere Metzgerei in der rue Bardiaux scheint während der gesamten Besatzungszeit geöffnet gewesen zu sein. Im Mai 1944 hat ein amerikanischer Bombenangriff auf Lyon zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Die Trauerfeier für diese Opfer fand in einer ökumenischen Gedenkveranstaltung statt, die vom Erzbischof geleitet wurde unter Anwesenheit eines Imams und eines Rabbiners. Dennoch schließt das natürlich nicht aus, daß in Vichy, in Lyon und überall in Frankreich Juden deportiert wurden und von dieser Deportation zurückkehrten oder auch nicht.

Sie sprechen hier von Frankreich?

Ja, von Frankreich in der Zeit der Besatzung.

Aber im Osten, glauben Sie, daß es da genauso war?

Wenn Sie konkrete Fälle haben, zeigen Sie sie mir. Sie sind Deutscher. Ich möchte jeden Deutschen einladen, ein bemerkenswertes Dokument über das alltägliche Leben von einigen Juden während der gesamten Kriegszeit im Herzen des Dritten Reiches zu lesen. Es handelt sich um die Erinnerungen von Victor Klemperer. Ich besitze davon sowohl die deutsche, die französische wie die englische Fassung. Ich vergleiche gerne die unterschiedlichen Fassungen ein und desselben Buches. In diesem Falle ist die spannendste Fassung die französische. Anstatt im Juni 1945 zu enden, fährt sie bis Dezember dieses Jahres fort und enthält noch einen Brief vom Januar 1947. Darin, wohl unter dem Einfluß der Nachkriegs-Propaganda, reiht er Lügen und Übertreibungen an das, was er wirklich erlebt und was er doch genau so, Tag für Tag, in seinen eigentlichen Erinnerungen beschrieben hatte.
Victor Klemperer, Jude aus Dresden, ist mit einer Arierin verheiratet. Sehr antinazistisch eingestellt, erzählt er uns von seinen Qualen. Ich werde Ihnen den Gipfel seiner Qualen nennen: da er Jude war, mußte er den Judenstern tragen, und er verbrachte insgesamt acht Tage in Haft, im Juni 1941, weil er die Bestimmungen zum passiven Schutz während der nächtlichen Ausgangssperre gebrochen hatte. Er hat diese acht Tage im Gefängnis der Polizeiwachtmeisterei von Dresden verbracht, wo er, wie er uns erzählt, sehr anständig behandelt wurde. In seinem Buch unterstreicht er pausenlos, daß die Deutschen, denen er in der Straßenbahn, auf der Straße oder beim Bäcker begegnete, anstatt ihn zu mißhandeln oder ihn scheel anzusehen, sich ihm gegenüber im Großen und Ganzen zuvorkommend und hilfsbereit zeigten. Der Konditor Vogel reserviert ihm Kaffee, damals eine kostbare Ware. Die Beamten sind liebenswürdig und höflich. "Die Passanten sympathisierten mit den Judensternträgern". Er sammelt "gute Erfahrungen mit dem Stern" und sagt: "Es besteht kein Zweifel, daß das Volk die Verfolgung der Juden als eine Sünde betrachtet". Gleichwohl, er freut sich über die militärischen Katastrophen Deutschlands ebenso wie über die Bombardierungen, und er zeigt sich enttäuscht darüber, daß es scheinbar unmöglich sei, den Kampfeswillen der Zivilisten zu brechen. Seine Erinnerungen, mindestens 5.000 beschriebene Seiten, fügen der These von Daniel J. Goldhagen ein vernichtendes Urteil zu, nach der, wegen ihres Antisemitismus, "die gewöhnlichen Deutschen" dazu beigetragen hätten, was man heute den "Holocaust" nennt.

Sie sprechen von Frankreich und von Deutschland, aber, wenn man weiter in den Osten geht, dann ist man in Polen, im Generalgouvernement, und dann muß man doch, wie für Rußland, von den "Einsatzgruppen" reden. Was sagen Sie dazu?

Diese Polizeieinheiten sind vor allem in Rußland eingesetzt worden. Der Krieg im Osten war grausam. Die Sowjetunion hatte die internationalen Konventionen von Genf und von Den Haag nicht unterzeichnet und die Deutschen sahen sich einem Partisanenkrieg gegenübergestellt. Es gab weder Gesetz noch Recht auf Seiten der Sowjets. Auch die Deutschen können sich veranlaßt gesehen haben, alles zu zerstören, wenn sie in einem Dorf eine Gruppe von Partisanen auffanden, auch dann, wenn sich dort Frauen und Kinder befanden. Der Sicherheit des deutschen Soldaten galt die höchste Priorität. Deutschland war im Krieg. Welche deutsche Frau, welcher deutscher Vater oder welche deutsche Mutter wäre damit einverstanden gewesen, daß der eigene Mann oder eigene Sohn hinterrücks von einer Zivilperson erschossen werden würde und diese dann einfach so entkommen wäre? In solchen Momenten geschehen unweigerlich militärische Grausamkeiten, wie sie alle Armeen der Welt in ähnlichen Situationen begehen.
Um auf meine eigene Erfahrung in Frankreich zurückzukommen, so habe ich nacheinander zuerst den französischen Soldaten, dann den deutschen, dann den italienischen, schließlich den kanadischen, britischen und amerikanischen am Werke sehen können. Ich, der während des Krieges hochgradig antideutsch eingestellt war, muß gestehen, daß ich lediglich äußerst anständige Deutsche gesehen habe. Ich könnte sogar erstaunliche Fälle nennen. Als ich danach die Amerikaner habe kommen sehen, da habe ich das als wunderbar empfunden. Viele waren sehr sympathisch und benahmen sich anständig, aber es gab auch unter diesen Soldaten und den Offizieren einige, die richtige Flegel waren. Und dann, nebenbei gesagt, war ich äußerst erschüttert über die Schrecken der Epuration [AdÜ: die Epuration, wortwörtlich mit Säuberung übersetzt, bezeichnet die Zeit gewaltsamer Ausschreitungen in Frankreich vor und nach der Befreiung von den deutschen Besatzern, in der echte und vermeintliche Kollaborateure verfolgt, mißhandelt und getötet wurden]. Aber jetzt bin ich dabei, mich vom Thema zu entfernen.

Sie wollten vom "Kommissarbefehl", von den "Einsatzgruppen" und von "Babi Yar" sprechen.

Richtig, drei Teile eines selben Themas. Man sagt uns, es habe einen "Kommissarbefehl" gegeben, den man uns als einen Befehl beschreibt, systematisch die sowjetischen politischen Kommissare, die die Truppen bewachten, zu töten, und man ergänzt, die Einsatzgruppen hätten auch die Aufgabe gehabt, die Juden zu töten. Das ist falsch. Zunächst einmal: es hat nie einen "Kommissarbefehl" an sich gegeben. Bei den Historikern ist es zur Gewohnheit geworden, mit diesem Begriff eine Ansammlung von Dokumenten zur Aussonderung von Gefangenen oder einigen Zivilisten im Rücken der Front zu bezeichnen. Gegründet 1938, während des Anschlusses, waren die Einsatzgruppen mit dieser Aussonderung betraut. Auf der gesamten Länge der russischen Front waren sie gerade mal 3.000 (dreitausend) Mann, Fahrer und Schreiber eingeschlossen. Zu Beginn des militärischen Feldzuges sind ihnen strengste Anweisungen ("Richtlinien") gegeben worden. Man muß diese Anweisungen lesen. Sie besagen im Kern, daß, da das Kriegsrecht von den Sowjets nicht beachte werde, man äußerst streng die gefangengenommenen Soldaten selektieren müsse. Einige Gefangene müßten auf der Stelle erschossen werden, da es sich nicht um Soldaten handele, sondern um fanatisierte Politkommissare, die man nicht im Kriegsgefangenenlager belassen könne. Andere dagegen könnten in Deutschland nützlich sein. Ein Dokument, als URSS-014 im Nürnberger Prozeß aufgenommen, zählt acht Kategorien von Personen aus der Gruppe von Kriegsgefangenen oder Zivilgefangenen auf, die einer Aussonderung unterzogen werden müßten. Es ist interessant festzuhalten, daß die Juden an achter und letzter Stelle erscheinen. Es wird in diesem Befehl vom 29. Oktober 1941 betont, daß es nur eine bestimmte Sorte von Juden betreffe. Ich zitiere: "8) die sowjetrussischen Intelligenzler und Juden, soweit es sich um Berufsrevolutionäre oder Politiker, Schriftsteller, Redakteure, Kominternangestellte usw. handelt". In ihrer üblichen Unredlichkeit haben es die offiziellen Historiker, die damit betraut waren, diese Dokumente zusammenzufassen, gewagt zu sagen, die "betroffenen Personen" "seien hauptsächlich die politischen Kommissare und andere Führer des sowjetischen Volkes, die Juden und die Mitglieder der intellektuellen Klasse gewesen". In ihren Zusammenfassungen werden sie sogar soweit gehen, von "Richtlinien für Säuberungen" zu sprechen, obwohl es sich, ich wiederhole es, bei diesem Dokument lediglich um "Aussonderung" handelt. Wenn eine Truppe vorrückt und eine Stadt erobert, müssen die "Einsatzgruppen", eine Art Feldpolizei, versuchen, die Gefangenen und die Zivilbevölkerung unter Kontrolle zu behalten. Das bedeutet nicht, daß man sie töten wird. Nur einige werden erschossen werden. Auf der anderen Seite, bei den Sowjets, hatte man beim Erschießen keine Gewissensbisse. Wie gesagt, an erster Stelle kamen also die politischen Kommissare dran. Weder hier, noch woanders, hat es jemals einen Befehl gegeben, die Juden zu töten.

Also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, besagten diese Anweisungen nicht, daß alle politischen Kommissare zu erschießen seien, auch wenn diese Kommissare an erster Stelle angeführt werden.

Genau so ist es. Diese Kommissare scheinen häufig Juden gewesen zu sein. Aber selbst in diesem Fall mußte eine Aussonderung durchgeführt werden. Aber sie werden natürlich verstehen, daß das in der Praxis bedeutete, daß man das Recht hatte, entgegen den Bestimmungen des Kriegsrechtes Gefangene zu erschießen. Außerdem, sie werden es vielleicht wissen, haben die Wehrmachtsführer sich nicht wie die Rote Armee verhalten wollen und sie haben sich, schlußendlich, geweigert, die strengsten dieser Anordnungen zu befolgen.
Was Babi Yar betrifft, so hat dort noch keine gründliche Untersuchung in der Art stattgefunden, wie das für Katyn geschehen ist. Nichts stützt jedoch die Erzählungen, die es zu diesem Vorfall gibt, und die unglaubwürdig erscheinen. Ich werde auf Babi Yar noch zurückkommen.

Sie wollten noch etwas zu Marinka, der Stadt in der Ukraine, sagen.

Richtig. Aber ich mache Sie darauf aufmerksam, und ich werde Sie vielleicht überraschen, daß wir jetzt für einen kurzen Augenblick die Geschichtsschreibung verlassen und uns auf das Gebiet der Fiktion begeben. Hier ist das Drama, das ich mir vorstelle.
Der deutsche Bürgermeister von Marinka ist wegen des Mordes an einer Jüdin soeben zum Tode verurteilt worden, und er wird erschossen werden. Er sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Es ist nachts. Er leidet unter Todesängsten. In diesem Augenblick zeigt sich ein Mann an seiner Gefängniszellentür und sagt ihm folgendes: "Sie sind ein Deutscher, den gleich deutsche Soldaten erschießen werden, weil Sie eine Jüdin getötet haben. Jetzt müssen Sie sich vergegenwärtigen, daß in wenigen Jahren Deutschland dem Boden gleich gemacht sein wird. Dessen Sieger werden sich unerbittlich zeigen. Sie werden Tabula rasa mit dem machen, was Sie gelernt und woran Sie geglaubt haben. Sie werden über diesen Krieg eine lügenhafte Geschichte erfinden. Sie werden die Sichtweise des Siegers durchsetzen. Die neue offizielle Version, die Deutschland aufgedrückt und nahezu in der gesamten Welt verbreitet werden wird, wird diese sein, daß während dieses Krieges die Deutschen jegliche Erlaubnis dafür hatten, das zu tun, was Sie getan haben. Jawohl, man wird selbst soweit gehen und behaupten, die Deutschen wären die meiste Zeit damit beschäftigt gewesen, die Juden zu verfolgen, zu foltern und zu massakrieren. Man wird behaupten, Hitler habe den Befehl erteilt, alle europäischen Juden zu massakrieren. Man wird ergänzen, er habe, um diese Unternehmung gigantischen Ausmaßes zu erzielen, Massenvernichtungswaffen errichten lassen, die dermaßen teuflisch waren, daß man nach dem Krieg keine Spur von ihnen mehr vorfinden wird. Fernsehgeräte, die heute im Jahre 1942 noch so selten sind, werden in jedem Haushalt zu finden sein. Morgens, mittags, nachmittags, abends und nachts, Jahr für Jahr, wird darin eine universelle Neuwahrheit gesendet werden, die man in den Schulen, Gymnasien, Universitäten und selbst im Katechismus Ihren Kindern, Enkelkindern und Urenkelkindern unterrichten wird. Fast überall wird man Denkmäler errichten, und es werden feierliche Gedenktage abgehalten werden zur Ehrung dieser neuen Religion. Die wenigen Menschen, die es wagen werden, dieses Dogma zu bestreiten, werden vor Gericht gezerrt, ins Gefängnis geworfen und aus der Mitte der Gesellschaft verbannt werden. Und wissen Sie, wer die eifrigsten Anhänger dieses neuen Glaubens sein werden, den man 'Holocaust der Juden' bezeichnen wird? Ich werde es Ihnen verraten. Es werden die Deutschen selbst sein. In der Reihe derjenigen, die sie gleich erschießen werden, wird es vielleicht Männer geben, die den Krieg überleben werden und die, wenn sie wieder nach Hause zurückgekehrt sein werden, beginnen werden, an diese Lüge des 'Holocausts' zu glauben. Auf alle Fälle werden deren Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder daran glauben." Der Bürgermeister von Marinka wird diese Geschichte wie einen Schock aufnehmen. Er wird darüber seinen Verstand verlieren. So wird man also einen Verrücktgewordenen vor das Hinrichtungskommando führen. Dies ist die Tragödie, die ich mir vorstelle. Ich erkenne darin eine noch zu schreibende Vorlage für ein Theaterstück oder für einen Film. Diese Tragödie, das ist die von Deutschland, von dem es gelungen ist, seine Seele zu zerstören.
Verlassen wir die Fiktion und kehren wieder zur Geschichte zurück. Ich möchte den Fall von Babi Yar etwas näher betrachten. Derzeitig versuchen einige jüdische Vereinigungen, spürend, daß der Mythos der Gaskammer zunehmend von allen Seiten unter Beschuß gerät, Ablenkungsmanöver zu fahren, indem sie versuchen, unsere Aufmerksamkeit weg von den angeblichen Gaskammern und Gaswagen hin zum Thema der "Einsatzgruppen" zu lenken. Das unternimmt zum Beispiel momentan eine jüdische Persönlichkeit aus Frankreich, Jacques Attali, der vor kurzem geschrieben hat: "Die große Mehrheit der ermordeten Juden sind in den Jahren 1940 bis 1942 durch die einzelnen Waffen der deutschen Soldaten und Feldpolizisten getötet worden, und nicht durch die Todesfabriken, die danach errichtet wurden". Eine ganz neue Bezeichnung verwendend, benennen das diese Juden als "Shoah durch Kugeln". Diese "Shoah durch Kugeln" soll nun die "Shoah durch Gas" ersetzen.
Und so kommt es, daß man uns das "Massaker von Babi Yar" liefert, einer Ortschaft in der Nähe von Kiew. In dem Nürnberger Prozeß erscheint der Name Babi Yar gar nicht, lediglich ein Dokument gibt in nur einem Satz wieder, die Deutschen hätten in Kiew, einer Stadt, die sie soeben erobert hatten, als Vergeltungsmaßnahme alle Juden festgenommen, da zuvor eine Reihe von Bränden gelegt worden waren, die Agenten des NKWD zugeordnet wurden. Dann, am 29. und 30. September 1941, hätten die Deutschen eine gewisse Anzahl dieser Juden in Richtung der besagten Ortschaft Babi Yar verbracht, um dort schlußendlich - hören Sie sich diese Zahl gut an und bewundern Sie ihre Genauigkeit - nicht weniger als 33.771 von ihnen zu erschießen. Das Dokument ist weder datiert noch unterschrieben. Es ist Teil einer Ansammlung von Dokumenten, die von einem Leutnant Walter Rothschild aus London ausgewählt wurde. Was dieser Satz an sich behauptet, ist unglaubwürdig. Das echte Massaker von Katyn, vom NKWD ausgeführt und später den Deutschen in die Schuhe geschoben, hatte ungefähr 4.250 Menschenleben gekostet, und das, nachgewiesenermaßen, innerhalb von zwei Monaten (März und April 1940). Im Vergleich dazu wären also in Babi Yar innerhalb von zwei Tagen achtmal so viele Opfer angefallen wie in Katyn in zwei Monaten. Eine dermaßen phantastische Schlächterei hätte unweigerlich Unmengen an Spuren hinterlassen und die Landschaft wäre davon gezeichnet gewesen, allein schon wegen der gigantischen Beerdigungsarbeiten, aber auch, wie uns erzählt wird, wegen der danach erfolgten Exhumierungen und anschließenden Freilufteinäscherungen. Die Luftbildaufnahmen aus dieser Zeit zeigen aber nichts dergleichen. Über dieses riesige Verbrechen gibt es keinen einzigen stichhaltigen Beweis.
In der Ukraine gibt es derzeitig einen katholischen Priester, der viel von sich hören läßt, der Pater Patrick Desbois, ein Franzose und großer Freund der Juden. Seine Spezialität besteht darin, das Land nach "jüdischen Massengräbern" zu durchforsten. Er läßt den gutmütigen ukrainischen Dorfbewohnern ankündigen, er werde sich an den oder jenen Ort begeben und wolle dort Zeugenaussagen zu den Massakern der Deutschen aufnehmen, die an den Juden während des Krieges begangen worden seien. Die Bewohner werden jegliches Interesse aufbringen, um solch ein Massengrab vorweisen zu können, da man an diesem Ort Denkmäler errichten wird, die ausländische Touristen anziehen werden. Die "Zeugen" finden sich zusammen und stimmen ihre Erzählung ab. Der Priester erreicht dann dieses Dorf und läßt sich gemeinsam mit dessen Bewohnern photographieren, die ihm mit dem Finger diese oder jene Stelle zeigen. Zunächst kann man sich über das Alter der abgelichteten Zeugen wundern. Sie sind offensichtlich jünger als das eigentlich notwendige Alter von ungefähr achtzig Lebensjahren. Aber es gibt noch Erstaunlicheres. Man wird diese angeblichen Massengräber nicht öffnen. Man wird keine Exhumierungen durchführen und keine physischen Überprüfungen vornehmen, und das alles wegen des wunderbaren Vorwandes, das jüdische Gesetz verbiete es, die jüdischen Leichen zu berühren. Doch es genügt die Encyclopedia Judaica aus dem Jahre 1978 an der Stelle "Autopsies [Mehrzahl] and Dissection [Einzahl]" zu öffnen, um zu erkennen, daß dem nicht so ist. Allein an einem Ort, bei Busk, hat man fünfzehn zusammenhängende Gruben geöffnet, aber keine der vorgefundenen Skelette sind jemals untersucht worden, und diese Stelle ist danach mit einer Asphaltschicht überdeckt worden, so daß in Zukunft auch wirklich keine Überprüfung mehr möglich sein wird. Eine seltsame Art und Weise, nach jüdischem Recht eine Leiche zu achten. Der Historiker wird sich also mit dem begnügen müssen, was ihm der Pater Desbois, ein geschickter Mann, erzählen wird, was ihm die Zeugen erzählt haben. Nicht überprüfte Zahlen von nicht gefundenen und nicht gezeigten Opfern werden sich aufsummieren, und zum Schluß wird man behaupten, in der Ukraine gäbe es so und so viele Massengräber, die so und so viele jüdische Opfer enthalten würden. Und das alles mit dem Siegel der Vertreter der römisch- katholischen Kirche, der Vereinigung "Yahad-in-Umum" und der Vereinigung "Zaka", die sich als "Hüterin der Achtung der Körper der Opfer nach jüdischem Recht" darstellt. So wie in Auschwitz wird der Tourismus jede Gelegenheit haben, kräftig zu gedeihen.

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